icon-business

Finanzieren in der Sicherheitsbranche – aber wie?

von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Portrait Werner Weiß von Tec 7
Werner Weiß von Tec7

In einem Gastbeitrag stellt uns Werner Weiß von Tec7 ein Finanzierungsmodell für Sicherheitsdienstleister vor: Factoring. Es dient als Ergänzung zum Bankkredit und kommt Unternehmen in Zeiten der Marktanpassung entgegen, die so auch in Zukunft bedenkenlos Security Aufträge finden.

In Zeiten von Terroranschlägen, Wirtschaftsspionage und steigenden Einbruchs- sowie Diebstahlzahlen freut sich nur einer: Die Sicherheitsbranche, die zahlreiche Security Aufträge finden. Mehr Umsatz und Beschäftigung – Marktkenner sprechen sogar von einer regelrechten Sonderkonjunktur. Kein Wunder also, dass im Zuge dieses Aufschwungs und einer wachsenden Nachfrage immer mehr Anbieter in den Markt eindringen. Um sich im Wettbewerb abzuheben und weiterhin Security Aufträge zu finden, sind Strategien und manchmal auch neue Geschäftsfelder nötig. Ohne Investitionen ist das allerdings undenkbar.

Neue Wege für die Finanzierung gesucht

Banken unterliegen seit Einführung der Richtlinien Basel II und III strengeren Regularien bei der Kreditvergabe. Insofern sollten die Unternehmen nicht allzu sehr auf den altbewährten Partner setzen – zumindest als einzigen Kapitalgeber. Denn gerade im Dienstleistungssektor wie in der Sicherheitsbranche scheitern Kredite an einem ganz wichtigen Punkt: Ganz im Gegensatz zum Maschinenbau oder Verarbeitenden Gewerbe können sie keinerlei dinglichen Sicherheiten wie Sachwerte vorweisen. Aus diesem Grund steigt die Bedeutung von alternativen Finanzierungsinstrumenten an: Zu einem sehr beliebten Modell gehört hierunter das Factoring. Ein Vorteil von Factoring als alternative Finanzierungslösung: Es wird bei der Entscheidungsfindung weniger auf die Eigenkapitalquote und die Bonität geachtet. Außerdem bedarf es keiner bankentypischen Sicherheiten. Daher nutzen viele Mittelständler diese Variante auch in Kombination mit dem Bankkredit – arbeiten demnach mit mehreren Geldgebern zusammen. Das erhöht die finanzielle Unabhängigkeit und schafft wirtschaftlichen Handlungsspielraum.

Close Up Euro Münzen
Finanzierung durch Factoring

Factoring: Vorteile und Ablauf in der Praxis

Unter Factoring versteht man den fortlaufenden Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an eine Factoringgesellschaft. Sprich: Das Sicherheitsunternehmen reicht nach dem Stellen der Rechnung eine Kopie bei der Factoringgesellschaft ein. Diese überweist wiederum den Betrag abzüglich einer Factoringgebühr innerhalb von 1-2 Werktagen an das Unternehmen – völlig unabhängig von langen Zahlungszielen oder einer schlechten Zahlungsmoral der Kunden. Die Liquidität wird sofort gestärkt und eigene Verbindlichkeiten können zeitnah beglichen werden. Beim klassischen Full-Service-Factoring übernimmt die Gesellschaft darüber hinaus das Ausfallrisiko der Forderung und alle Verwaltungsfunktionen, die mit der Forderung im Zusammenhang stehen – so zum Beispiel das Forderungsmanagement inklusive dem Mahnwesen.

Verschiedene Modelle je nach Anlass und Branchenspezifika

In der Praxis gibt es zahlreiche Modelle, je nach Anforderungen und Gegebenheiten im Unternehmen: Full-Service- und Inhouse-Factoring, offenes und stilles Factoring, echtes und unechtes Factoring. Fest steht: Für jedes Unternehmen gibt es das passende Factoring-Modell. Hat der Sicherheitsdienstleister zum Beispiel unter seinen Kunden einige Schnellzahler, so lässt er diese beim sogenannten „Ausschnittfactoring“ einfach außen vor und spart damit Kosten. Zugegeben: Für Mittelständler ohne Finanzkenntnisse ist es schwer, die passenden Anbieter, wie auch bei Security Aufträgen, zu finden und sich in kurzer Zeit eine gewisse Markttransparenz zu schaffen. Aus diesem Grund sollten Sie sich fachkundige Berater zur Seite holen. Sie kennen die marktüblichen Preise und wissen, auf welche Sonderklauseln und Fallstricke geachtet werden muss.

factoring-modell
Factoring-Modell: Für jedes Unternehmen gibt es das Passende

Die Vorteile auf einen Blick

  • Keine bankentypischen Sicherheiten nötig
  • Bonitäts- und bankenunabhängige Finanzierung
  • Schnelle und flexible Zufuhr von Liquidität (innerhalb von wenigen Werktagen)
  • Unabhängig von langen Zahlungszielen und Zahlungsmoral der Kunden
  • Stärkung der Eigenkapitalquote und damit der Bonität
  • Liquiditätsbeschaffung für verschiedene Anlässe, z. B. Wachstum, Nachfolge, Sanierung, Neustart aus der Insolvenz
  • Finanzierungsrahmen passt sich automatisch bei Umsatzwachstum an
  • Versicherung bei Forderungsausfall
  • Ggf. Entlastung durch Auslagerung des Forderungsmanagements

Informationen zum Autor und zum Unternehmen:

Werner Weiß Dipl.-Wirtsch.-Ing.

Maximilianstraße13

80539 München

Telefon: +49 89 28890-120

Fax: +49 89 28890-45

Mail: rsvp@tec7.net

www.tec7-factoring.de

Tec7 berät und vermittelt seit 1998 rund um das Thema Working-Capital-Finanzierung für den gehobenen Mittelstand und Konzerne. Der Schwerpunkt liegt auf Forderungs-, Lager- und Einkaufsfinanzierungen, meist in Off-Balance-Strukturen, bis etwa 200 Mio. Euro Finanzierungsvolumen. Zielgruppe sind Firmen ab 20 Mio. Euro Umsatz mit Sitz in Mitteleuropa.

© Bild Teaser: istock.com/Ivan Bliznetsov; restliche Bilder: Tec7

Lesen Sie auch: in unserer letzten News begleitete unsere Mitarbeiterin das Coldplay-Konzert - allerdings hinter den Kulissen in der Veranstaltungssicherheit.

Lernen Sie die Hintergründe und das Team hinter dem App-Projekt SECmarket kennen – in unserem Über Uns-Bereich.
Für weitere Infos zu den Ansprechpartnern, besuchen Sie unseren Kontaktbereich.

Zurück

Einen Kommentar schreiben