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7 Tipps: So werden Sie zum attraktiven Arbeitgeber

von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Vor allem in Sicherheitsunternehmen bereitet ein hartnäckiger Problembereich beständig Bauchschmerzen: die Personalsituation. Es scheint, als seien viele Unternehmen der Security-Branche nicht attraktiv genug. Bewerbermangel ist hierbei nicht alles. Die Führungsebenen beschweren sich dauerhaft über eine hohe Fluktuation, einen ausgeschöpften Bewerbermarkt, eine schwer erreichbare Zielgruppe. Viele Punkte, die tiefergehende Veränderungen im Unternehmen erfordern.

Jobsuchende profitieren von einem Überangebot an Stellen. Sie entscheiden sich für die attraktivste Stelle des attraktivsten Arbeitgebers. Die Vorzüge des eigenen Unternehmens herauszustellen – darum geht es. Allerdings muss die Mehrheit der Sicherheitsunternehmen diese Vorzüge erst integrieren, um mithalten zu können.

Worauf die Bewerber Wert legen

Es geht längst nicht mehr nur um die Bezahlung. Mitarbeiter wollen es unkompliziert und erwarten eine gezielte Kommunikation. Einfache Bewerbungsformen und -prozesse, übersichtliche Anforderungen und Inhalte, schnelle Rückmeldungen, ein transparenter und gut verbreiteter Unternehmensauftritt sowie eine persönliche Note – das überzeugt und macht lukrativ. Überhaupt das Interesse zur Bewerbung zu wecken ist sowohl die wichtigste, aber zeitgleich schwierigste Prämisse. Am internen und externen Auftritt zu feilen sollte inzwischen zwingend zu den Top-Prioritäten eines jeden Geschäftsführers gehören. Doch wie und wo anknüpfen, um genau das zu vermitteln?

Mann und Frau unterhalten sich in einem Büro - Dabei schauen sie auf ein Tablet
Digitalisierung wirkt sich erheblich positiv auf das Recruiting im Unternehmen aus

7 Tipps: So werden Sie zum attraktiven Arbeitgeber

1. Ohne Digitalisierung kein Fortschritt

Zuallererst: Setzen Sie sich ausführlich mit der Thematik auseinander. Digitale Kompetenzen zu erwerben, steigern und anschließend zu übertragen sind inzwischen unabdingbar.

Für die Vertreter von altbewährten Prozessen heißt das nicht, dass Sie alles über den Haufen werfen müssen. Es geht darum, diese Prozesse nach und nach digital zu verstärken, nachdem die Kompetenzen im gesamten Team erweitert wurden.

Zahlreiche Forschungen belegen: die Mehrheit der Bewerber bewirbt sich mobil und wünscht sich digitale, einfache und schnelle Bewerbungsformen (z. B. D21-Digital-Index 2017 / 2018, Defacto Digital Research – Digital Recruiting 2017). Jobsuchende informieren sich zum Unternehmen auf sämtlichen digitalen Kanälen und empfinden Unternehmen interessanter, die digital sehr gut aufgestellt sind.

2. Nur wer flexibel ist, bleibt in Bewegung

Nicht nur die neue Generation wünscht sich moderne Arbeitskonzepte. Die Technik entwickelt sich rasant, die Digitalisierung bewegt sich raketenartig (60 % pro Jahr). Im Unternehmen selbst muss also schnell reagiert werden und das zeitgleich auf unterschiedlichen Kommunikationswegen. Das macht Ihr Unternehmen souverän und stärkt den externen Auftritt.

Der Fokus von Arbeitnehmern liegt beispielsweise vermehrt darauf, Job und Familienleben besser vereinen zu können. Versuchen Sie die Freiräume zu schaffen, die Ihre Mitarbeiter sich wünschen. Besprechen Sie im Team, wie Sie maximale Flexibilität bieten können und wo angesetzt werden kann. Im Unternehmen selbst kommt es gut an, zumindest teilweise Arbeit von zu Hause zu ermöglichen. In diesem Zuge lohnt es sich moderne und mobile Kommunikationsmittel für einen optimalen Austausch zur Verfügung zu stellen. Entspricht der Arbeitsalltag den Bedürfnissen der Mitarbeiter, rentiert sich das für Ihr Unternehmen ungemein.

3. Nur im Team wird Erfolg greifbar!

Ohne Team kein Erfolg! Vergessen Sie niemals, dass Sie auf Ihr Team bauen. Wieso also nicht mehr dafür tun, es zu stärken? Es hat nur Vorteile, denn das Unternehmen strahlt Stärke und Zufriedenheit sowohl nach innen und nach außen aus. Auch hier steht die Kommunikation an erster Stelle. Ist das Klima gestört, wie kann man es gemeinsam verbessern, was ist alles umsetzbar? Holen Sie sich, so gut es geht, nur die Besten ins Haus. Sparen Sie nicht nur an Personalkosten, sonst sparen Sie sich irgendwann kaputt.

4. Durch Motivation zu besserer Leistung

Die wohl größte Motivation ist zugleich auch die einfachste und kostet Sie nichts: Lob. Die Mitarbeiter sind glücklich, und zufriedener, wenn Sie Anerkennung für Ihre Arbeit erhalten und es nicht nur bei Fehlern zu einem Gespräch kommt.

Unterschätzen Sie niemals die Kraft der Mund-Propaganda und Mitarbeiter-Bewertung. Sie beeinflusst neue Bewerber sehr stark. Beobachten Sie auch auf sämtlichen digitalen Kanälen, wie Ihr Unternehmen bewertet wird. Sowohl Social Media, Google, als auch Bewertungsportale wie kununu zählen darunter. Nehmen Sie die Aussagen ernst und reflektieren, was Sie ändern können, damit negative Bewertungen der Vergangenheit angehören.

5. Konzentration auf die Kernaufgabe

Überforderung und Stress ist leider in noch vielen Unternehmen Standard. Der Druck auf Security-Mitarbeiter wächst und wächst. Die Arbeitszeiten in der Sicherheit und das oft noch erfolglose Recruiting machen flexible Arbeitszeiten und –modelle für Sicherheitsmitarbeiter allerdings schwer. Deshalb ist es wichtig, sich Feedback einzuholen und die Erfahrungen der Mitarbeiter bei der Aufgabenverteilung einzubeziehen.

Wird das Personal entlastet wo es geht, steigert das Teamwork, Motivation und Energie. Solang eine Aufstockung des Personalpools auf sich warten lässt, kann die Entlastung nur untereinander stattfinden, dabei aber gut strukturiert und organisiert bleiben.

6. Authentisch und respektvoll ist besser als die Diktatur!

Der attraktive Arbeitgeber von heute trumpft nicht nur mit Fachwissen und Erfahrung auf. Digitale und soziale Kompetenzen überzeugen! Eine Anpassung an das digitale Zeitalter macht das Unternehmen innovativ und interessant. Eine Führungsebene, die transparent agiert, persönliche Gespräche führt, die Leidenschaft für ein neues Projekt mit allen Mitarbeitern teilt und diese eventuell sogar im Voraus einbezieht, stärkt die Zugehörigkeit zum Unternehmen. Neben der Integration gehört aber auch Fairness dazu.

Ein herrischer Führungsstil ohne persönliche Note und Offenheit zählt zu den No-Gos. Mitarbeiter und Bewerber erwarten ein offenes Ohr und etwas mehr Lockerheit und Witz. Denn das trägt zum gesunden Betriebsklima bei. Neben Gehalt und Sicherheit zählt das zu den Top-Anforderungen an Job und Arbeitgeber (Orizon Arbeitsmarktstudie 2016).

Mitarbeiter und Bewerber stehen im Vordergrund - Ehrliches Interesse zeigt Offenheit und lässt auch den Bewerber nach einem Gespräch mit guten Gefühlen zurück.

7. Ohne Netzwerk kein Erfolg!

Hinter jedem erfolgreichen Unternehmen und Team steht auch ein Netzwerk, dass Ihr Unternehmen, Ihre Dienstleistung, Ihr Produkt klasse findet und unterstützt. Suchen Sie sich diese Partner, zeigen Sie Ihre Leidenschaft, stecken Sie sie an.

Tun Sie alles, um auch zusätzlich gesehen zu werden. Nur wer Sie kennt, kann auf Sie zugreifen! Selbst wenn Sie der Überzeugung sind, die beste Dienstleistung anzubieten, wissen das noch lang nicht Ihre Kunden. Konzentrieren Sie sich immer auch auf Ihren Kundenkreis, die Ihre Dienstleistung nachfragen sollen. Verlieren Sie diese Sichtweise nicht und erfragen Sie regelmäßig die Interessen und Anforderungen Ihrer Kunden.

© Bild: nd3000 – stock.adobe.com

 

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